Die Zukunft des Volkswagen-Werks in Osnabrück bleibt ein großes Fragezeichen. Oberbürgermeisterkandidat Thomas Groß von der Linken kritisiert deshalb die aus seiner Sicht anhaltende Hängepartie. Die Beschäftigten würden weiterhin im Ungewissen über ihre berufliche Zukunft gelassen, während konkrete Pläne für die künftige Produktion fehlten.
Kein konkretes Konzept?
Thomas Groß verweist auf die aktuellen Reisen von Ministerpräsident Stephan Weil und VW-Chef Oliver Blume. Diese machten deutlich, dass bislang kein konkretes Konzept für die weitere Produktion in Osnabrück vorliege. Gleichzeitig kündige der VW-Vorstand immer wieder Sparmaßnahmen an, obwohl der Konzern weiterhin Milliardengewinne erwirtschafte.
Besonders kritisch sieht der Linken-Kandidat die Überlegungen, das Osnabrücker Werk künftig für Rüstungsproduktion zu nutzen. Diese Pläne hätten sich offenbar festgefahren. Zudem sei weiterhin unklar, wie viele Arbeitsplätze damit tatsächlich gesichert werden könnten.
Groß gegen mehr Geld für Aufrüstung
Groß stellt die Diskussion um die Zukunft des Werks zugleich in einen größeren politischen Zusammenhang. Für ihn sollten staatliche Investitionen andere Schwerpunkte haben.
„Nach unserer Auffassung ist es viel dringender, das Gesundheitswesen zu stärken und den Klimaschutz sowie die Klimaanpassung zu verbessern, als viele Milliarden zusätzlich in die Aufrüstung zu stecken“, so Groß in einer Mitteilung.
Auch eine Zusammenarbeit mit einem israelischen Staatsunternehmen lehnt er ab und begründet dies mit der politischen Verantwortung der israelischen Regierung für den Gaza-Krieg und verweist dabei auf die Tradition Osnabrücks als Friedensstadt.
Kleinbusse statt Rüstung?
Die Linke favorisiert nach Angaben von Thomas Groß eine andere Perspektive für den Standort: Im Osnabrücker Werk könnten Kleinbusse produziert werden. Gerade in ländlichen Regionen würden solche Fahrzeuge für den öffentlichen Nahverkehr dringend gebraucht. Für die Beschäftigten bleibt allerdings die zentrale Frage offen, wie es mit dem Werk tatsächlich weitergeht.
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