Vor Demonstrationen am 31. Oktober kursieren Drohungen in einer Berliner Chatgruppe.
Vor den bundesweit angekündigten Protesten der Initiative „Gen Z regiert“ am 31. Oktober in Berlin mehren sich Hinweise auf Gewaltbereitschaft unter Teilnehmern. Wie die Berliner Zeitung exklusiv berichtet, zirkulieren in einer privaten Telegram-Gruppe mit dem Namen „Gta RP 31.10 (Berlin)“ Aufrufe zu Ausschreitungen und Plünderungen.
Antisemitische Drohungen in gelöschter Chatgruppe
Die Gruppe, der zuletzt 68 Mitglieder angehörten, wurde inzwischen gelöscht, doch 16 Screenshots des Chatverlaufs liegen der Redaktion vor. Darin finden sich nicht nur Drohungen mit Krawallen, sondern auch antisemitische Äußerungen, darunter Androhungen von Angriffen auf Synagogen. Ein Administrator der Gruppe forderte die Mitglieder auf, ihre Gewaltbereitschaft zu bestätigen, andernfalls drohe der Ausschluss.
Studierende planen Blockade gegen Bildungs-Kürzungen
Die Umfrage sei Teil einer Mobilisierung für die geplanten Demonstrationen, so die Berliner Zeitung weiter. Parallel dazu bereiten Studierende der Freien Universität Berlin einen Protestblock am Otto-Suhr-Institut vor, wie die dpa meldet. Die Blockade richtet sich gegen Kürzungen im Bildungsbereich.
Unklarer Zusammenhang zwischen Gewaltaufrufen und Protesten
Ob die Gewaltaufrufe in der Telegram-Gruppe mit den geplanten Protesten der Studierenden in Verbindung stehen, ist derzeit unklar. Während die Berliner Zeitung von konkreten Drohungen berichtet, gibt es vonseiten der Organisatoren der Gen-Z-Proteste bisher keine Stellungnahme zu den Vorwürfen. Die Lage bleibt angespannt, da die Demonstrationen bundesweit stattfinden sollen und die Behörden die Entwicklungen genau beobachten.