Traurige Gewissheit im Fall der seit Dienstag vermissten Lisa aus Berlin: Die 13-jährige Schülerin ist tot. Ihre Leiche wurde am Sonntag (8. November) in einem unbewohnten Haus in Brandenburg entdeckt. Ein Verdächtiger wurde ebenfalls gefunden. Er ist schwer verletzt.
Nach tagelanger intensiver Suche bestätigte die Berliner Staatsanwaltschaft am Sonntag den Leichenfund. Nach ihren Angaben handelt es sich um die vermisste Lisa T. aus Berlin-Marzahn. Gefunden wurde das Mädchen in einem Ortsteil von Bad Freienwalde im Landkreis Märkisch-Oderland, nahe der polnischen Grenze.
Verdächtiger in kritischem Zustand
Im Zusammenhang mit dem Tod des Mädchens wurde auch ein Verdächtiger gefasst. Der Mann soll sich selbst schwere Verletzungen zugefügt haben und befindet sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft in einem kritischen Zustand im Krankenhaus. Weitere Einzelheiten zu seiner Identität und einer möglichen Verbindung zu Lisa sind bislang nicht bekannt.
Wie Lisa ums Leben kam, wann sie starb und welches Motiv hinter der mutmaßlichen Tat stehen könnte, ist derzeit noch unklar.
Lisa verschwand auf dem Schulweg
Die 13-Jährige hatte am Dienstagmorgen (3. November) gegen 7.20 Uhr ihre Wohnung in der Golliner Straße in Berlin-Marzahn verlassen. Sie wollte vom Barnimplatz mit dem Bus zur Schule fahren, kam dort jedoch nie an.
Bereits kurz nach ihrem Verschwinden hatte die Polizei eine öffentliche Fahndung eingeleitet. Im Laufe der Woche verdichtete sich der Verdacht, dass Lisa Opfer einer Straftat geworden sein könnte.
Hunderte Polizisten suchten nach der Schülerin
Die Berliner Polizei hatte in den vergangenen Tagen mit einem Großaufgebot nach dem Mädchen gesucht. Am Samstag waren rund 220 Polizeibeamte im Einsatz. Auch Suchhunde und ein Polizeihubschrauber wurden eingesetzt.
Die Ermittlungen hatte bereits vor dem Leichenfund eine Mordkommission übernommen. Die Polizei ging davon aus, dass Lisa ihr familiäres Umfeld nicht freiwillig verlassen hatte.