Die internationalen Finanzmittel für die Anpassung an den Klimawandel decken laut einem UNEP-Bericht nur einen Bruchteil des Bedarfs. Entwicklungsländer benötigen jährlich hunderte Milliarden US-Dollar – doch die tatsächlichen Hilfen stagnieren. Auch Deutschland bleibt hinter seinen Zusagen zurück.
Finanzierungslücke bei Klimaanpassung
Ein neuer Bericht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) zeigt: Die internationalen Gelder für Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen der Erderhitzung reichen bei Weitem nicht aus. Bis 2035 benötigen Entwicklungsländer jährlich rund 305 Milliarden US-Dollar, um ihre Widerstandsfähigkeit zu stärken. Die Kosten für den privaten Sektor sind dabei noch nicht eingerechnet.
Tatsächlich standen 2024 jedoch nur 28,2 bis 31,7 Milliarden US-Dollar zur Verfügung. Das entspricht einem Anstieg von lediglich einer Milliarde US-Dollar im Vergleich zum Vorjahr. Auf der 30. Weltklimakonferenz hatten sich Industrieländer zwar verpflichtet, die Hilfen bis 2035 zu verdreifachen – doch selbst dann würden nur 20 bis 29 Prozent des Bedarfs gedeckt.
Warnung vor unzureichender Vorbereitung
Inger Andersen, Exekutivdirektorin des UNEP, betonte die Dringlichkeit des Problems: “Die Welt ist noch nicht bereit, sich an die aktuellen klimatischen Bedingungen anzupassen – ganz zu schweigen davon, was eine Überschreitung der 1,5-Grad-Grenze mit sich bringen wird”. Auf der anstehenden Klimakonferenz in der Türkei müssten Staaten weitergehende Schritte ergreifen, um Leben zu retten und Volkswirtschaften zu schützen.
Die Bundesregierung hatte jährlich 6 Milliarden Euro für die Klimafinanzierung im globalen Süden zugesagt. 2025 wurden jedoch nur 4,7 Milliarden Euro bereitgestellt. Die Mittel zur Klimaanpassung gelten als entscheidend für eine globale Einigung bei Klimaverhandlungen.