Medienberichten zufolge drosselte Elon Musk Starlink für ukrainische Drohnen
Das ukrainische Militär meldet seit etwa einer Woche Probleme mit dem Satelliteninternet Starlink, das für die Kommunikation auf dem Schlachtfeld und Drohneneinsätze genutzt wird. Wie das Wall Street Journal und der Sender CBS News unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichten, soll Elon Musk als Gründer von SpaceX die Drosselung der Verbindung für ukrainische Geräte angeordnet haben. Musk, SpaceX und das Weiße Haus haben bisher keine offizielle Stellungnahme zu den Vorwürfen abgegeben. Trump und Musk wiesen die Verantwortung für die Einschränkungen zurück, wie die Tagesschau berichtet.
Trump und Musk streiten über Starlink-Drosselung
Trump betonte, er habe keine Anweisung zur Drosselung erteilt und glaube nicht, dass Musk dafür verantwortlich sei. Musk verwies darauf, dass die militärische Version von Starlink, Starshield, vom US-Militär und letztlich vom Präsidenten kontrolliert werde. Laut CBS News führte Musk vor der Entscheidung mehrere Gespräche mit US-Regierungsvertretern, um die Position von Präsident Donald Trump zu klären. Das Wall Street Journal berichtet zudem von einem direkten Telefonat zwischen Musk und Trump nach der Drosselung.
Die zentralen Punkte im Überblick
Die Ukraine wirft unterdessen vor, die Störungen seien gezielt und betrafen nur ukrainische Nutzer. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, Tests in EU-Ländern hätten gezeigt, dass die Verbindung bei hohen Geschwindigkeiten nicht abriss, was auf eine geplante Operation hindeute. Die ukrainischen Drohnen seien dadurch bei Abwehr- und Angriffsmissionen behindert worden, wie der Tagesspiegel unter Berufung auf Selenskyj berichtet. Parallel zu den technischen Problemen finden diplomatische Gespräche statt.
USA verhandeln Sicherheitsgarantien mit Ukraine und Russland
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff traf sich in Oslo mit Selenskyj, dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre und dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb, um über Sicherheitsgarantien, Gebietsfragen und Sanktionen zu beraten. Støre bezeichnete die Gespräche als konstruktiv. Witkoff wird im Anschluss nach Sankt Petersburg reisen, um die erarbeiteten Vorschläge der russischen Führung vorzulegen, wie Reuters und dpa melden.