Armin Willingmann, Spitzenkandidat der SPD, ist bei der Wahl zum Vizepräsidenten des Landtags von Sachsen-Anhalt durchgefallen. In der geheimen Abstimmung stimmten 33 Abgeordnete für ihn, 48 dagegen, eine Stimme war ungültig.
AfD-Politiker mit Überraschungserfolg
Zuvor hatte der AfD-Politiker Tobias Rausch bei der Wahl zum Landtagspräsidenten 48 Stimmen erhalten. Das sind mehr als die 44 Sitze, über die AfD und BSW gemeinsam verfügen.
Hintergrund: Willingmanns politische Laufbahn
Willingmann war für die Landtagswahl 2026 Spitzenkandidat der SPD. Der ehemalige Rektor der Hochschule Harz amtierte von 2016 bis 2021 als Landesminister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung. Anschließend wurde er Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt sowie erster Stellvertreter des Ministerpräsidenten.
AfD als stärkste Kraft im Landtag
Die AfD war aus der Landtagswahl am 6. September mit 43,8 Prozent klar als stärkste Kraft hervorgegangen und hatte die absolute Mehrheit nur knapp verpasst.
Laut Verfassungsschutz ist der Landesverband Sachsen-Anhalt der AfD eine "gesichert rechtsextremistische Bestrebung".