Die SPD-Bundestagsfraktion warnt vor wachsenden Sicherheitsrisiken durch Künstliche Intelligenz und schlägt ein europäisch vernetztes Lagezentrum beim BSI vor. Anbieter leistungsfähiger KI-Modelle sollen schwere Vorfälle melden, heißt es in einem Positionspapier.
Analyse und Warnung für kritische Infrastruktur
Das Zentrum soll KI-gestützte Cyberangriffe analysieren und Betreiber kritischer Infrastruktur warnen. Verteidigung brauche dieselbe Geschwindigkeit wie der Angriff, heißt es in dem Papier der Innen- und Digitalpolitiker.
Die SPD verweist auf Berichte der US-Unternehmen Anthropic und OpenAI. Demnach hätten KI-Systeme bereits weitgehend selbstständig Cyberangriffe ausgeführt und Sicherheitsbarrieren überwunden. KI könne so zu einer Armee von Angreifern werden, heißt es in dem von "Handelsblatt" zitierten Papier.
Forderungen zu Haftung und technologischer Souveränität
Die Sozialdemokraten fordern schärfere Haftungsregeln für Entwickler und Betreiber, die bereits in der Trainings- und Testphase gelten sollen. Zugleich müsse Europa seine technologische Abhängigkeit von den USA und China verringern und eigene KI-Infrastruktur aufbauen, heißt es in dem Positionspapier, über das "Handelsblatt" berichtet.