Massiver Cyberangriff auf die Linksfraktion – BSI prüft Vorfall
Ein massiver Cyberangriff hat die E-Mail-Postfächer von Abgeordneten der Linksfraktion im Bundestag lahmgelegt. Wie die Berliner Zeitung unter Berufung auf Parlamentskreise berichtet, wurden die Konten durch eine Flut von Spam-Nachrichten zeitweise unbrauchbar gemacht. Die Attacke traf ausschließlich die Linksfraktion, während andere Fraktionen oder Abgeordnete nicht betroffen waren. Im restlichen Mailverkehr des Bundestags kam es nur zu geringfügigen Verzögerungen, da die Server über ausreichend Kapazitäten verfügten.
Politisch motivierter Spam-Bombing-Angriff auf Linksfraktion
Bei dem Vorfall handelte es sich um einen gezielten „Spam-Bombing-Angriff“. Laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) wurden die Nachrichten von verschiedenen Absenderadressen mit wechselnden Betreffzeilen und in mehreren Sprachen verschickt. Die Absicht hinter der Attacke ist noch unklar, doch die gezielte Auswahl der Linksfraktion als Ziel deutet auf eine politische Motivation hin.
BSI ermittelt zu massenhaften E-Mail-Attacken
Die betroffenen Abgeordneten erhielten zwischenzeitlich eine Anleitung, um die massenhaften E-Mails herauszufiltern und ihre Konten wieder nutzbar zu machen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat die Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen. Ob und inwieweit die Attacke von externen Akteuren gesteuert wurde, ist Gegenstand der laufenden Untersuchungen.
Cyberangriffe bedrohen digitale Infrastruktur der Politik
Der Vorfall unterstreicht die wachsende Bedrohung durch Cyberangriffe auf politische Institutionen. Solche Attacken können nicht nur die Kommunikation stören, sondern auch das Vertrauen in die digitale Infrastruktur von Behörden und Parlamenten erschüttern. Die Linksfraktion hat den Vorfall bisher nicht öffentlich kommentiert.