Polizei fasst mutmaßlichen Täter – Hintergründe noch unklar
Auf dem Großen Ring im Zentrum der polnischen Stadt Krakau sind am Nachmittag Schüsse aus einem fahrenden Auto abgegeben worden. Nach Angaben der Polizei der Woiwodschaft Kleinpolen wurden dabei sechs Menschen getötet und mindestens 15 weitere verletzt, wie die Tagesschau und der Focus berichten. Unter den Verletzten befinden sich laut Tagesschau auch drei Polizisten, während der Focus von zwölf Verletzten in kritischem oder lebensgefährlichem Zustand spricht. Die genauen Umstände der Tat sind noch unklar, doch die Behörden bestätigten, dass der mutmaßliche Täter gefasst wurde.
Polnischer Täter mit militärischer Ausrüstung
Der Verdächtige, ein polnischer Staatsbürger, habe militärähnliche Kleidung getragen und mit einer Langwaffe geschossen, wie die Krakauer Polizeisprecherin Katarzyna Cislo dem Sender TVN24 sagte, wie die Tagesschau weiter berichtet. Der Täter sei von der Polizei angeschossen und in ein Krankenhaus gebracht worden. In seinem Fahrzeug fanden die Ermittler zahlreiche Waffen- und Munitionsteile. Die Behörden gehen derzeit von einem Einzeltäter aus, wie der Deutschlandfunk unter Berufung auf die Polizei mitteilte.
Chaos auf Krakaus Hauptmarktplatz nach Schüssen
Augenzeugen berichteten von chaotischen Szenen auf dem Hauptmarktplatz. Ein Zeuge sagte dem Sender Polsat News, der Schütze habe aus dem Fenster eines Autos geschossen, während er einen Helm oder eine Maske trug. Andere berichteten von umgestürzten Tischen und Menschen, die in alle Richtungen flohen. Rettungskräfte, darunter ein Hubschrauber, waren vor Ort im Einsatz.
Polens Regierung übernimmt Krisenmanagement
Polens Regierungschef Donald Tusk erklärte auf der Plattform X, er werde laufend über die Lage informiert. Die Polizei untersuche die Hintergründe und alle Umstände des Vorfalls, wie sowohl die Tagesschau als auch der Deutschlandfunk berichten. Innenminister Marcin Kierwiński sei auf dem Weg zum Tatort. Justizminister Waldemar Zurek betonte, Staatsanwaltschaft und Polizei seien vor Ort, um Spuren zu sichern und die Umstände des Angriffs zu klären.
Krakaus historischer Ring als Tatort
Krakau ist mit über 800.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Polens und ein beliebtes Touristenziel. Der Große Ring, auf dem die Schüsse abgegeben wurden, ist einer der bekanntesten Plätze der Stadt und zählt zum UNESCO-Welterbe.