Großbrand in Ried: Feuerwehr kämpft stundenlang gegen Flammen, Ursache unklar.
Ein Großbrand hat in der Nacht zum Freitag einen Schweinestall im bayerischen Ried (Landkreis Aichach-Friedberg) zerstört. Wie der Spiegel berichtet, kamen dabei alle 1.600 Tiere ums Leben. Die Morgenpost und die Welt nennen dagegen 1.200 bis 1.300 Schweine, die den Brand nicht überlebt hätten. Die genauen Zahlen bleiben damit vorerst unklar. Neben dem Stall brannte auch eine Lagerhalle mit Getreide vollständig ab. Die Löscharbeiten zogen sich über Stunden hin, an denen rund 350 Einsatzkräfte beteiligt waren. Unterstützt wurden sie von Landwirten, die mit Traktoren Wasser zur Einsatzstelle transportierten. Teile der Stallwände wurden mit Baggern eingerissen, um an Glutnester zu gelangen. Die Ruine des Gebäudes konnte zunächst nicht betreten werden, wie der Kreisbrandrat Christian Happach mitteilte.
Feuerwehr warnt vor Rauch und Sperrungen
Wegen der starken Rauchentwicklung warnte die Feuerwehr die Anwohner, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Autofahrer wurden aufgefordert, das Gebiet weiträumig zu umfahren. Die an den Hof angrenzende Staatsstraße blieb vorerst gesperrt. Die Polizei bestätigte, dass es bisher keine Hinweise auf Brandstiftung gebe. Auch die Höhe des Schadens konnte noch nicht beziffert werden.
Brand bei Augsburg bedrohte weitere Anlagen
Der Brand ereignete sich etwa 16 Kilometer westlich von Augsburg. Neben dem Schweinestall und der Getreidehalle standen auch ein Heizöltank sowie eine Getreidetrocknungsanlage in der Nähe der betroffenen Gebäude. Die Einsatzkräfte konnten ein Übergreifen der Flammen auf weitere Anlagen verhindern. Am Morgen waren die Löscharbeiten noch nicht vollständig abgeschlossen, wie das Polizeipräsidium Schwaben Nord mitteilte.