Die Bundesschülerkonferenz ruft für den 20. November 2026 zu einer Demonstration in Berlin auf. Unterstützt wird die Aktion von Gewerkschaften, Elternvertretern und der Klimabewegung Fridays for Future. Themen sind marode Schulen, Rentenpolitik und der Arbeitsmarkt.
Bündnis für Bildung und Zukunft
Die Bundesschülerkonferenz hat für den 20. November 2026 eine Demonstration in Berlin angekündigt. Generalsekretärin Amy Kirchhoff sagte gegenüber RTL und ntv, man wolle dabei mit einem “zivilgesellschaftlichen Bündnis” auftreten. Bereits zugesagt hätten die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Bundeselternrat und Fridays for Future. Weitere Organisationen seien angefragt, und es könnten zusätzliche Protestorte hinzukommen.
Die junge Generation fühlt sich von der Politik übergangen. Kirchhoff beschrieb die Stimmung als wütend: Die Jugendlichen kritisierten, dass Entscheidungen über sie, aber nicht mit ihnen getroffen würden. Themen wie marode Schulen, die Rentenpolitik und der Arbeitsmarkt stünden im Mittelpunkt. Viele junge Menschen rechneten nicht mehr damit, dass es ihnen einmal besser gehen werde als ihren Eltern.
Distanzierung von anderen Protesten
Von den für den kommenden Samstag geplanten Protesten unter dem Motto "Gen Z regelt" hat sich die Bundesschülerkonferenz distanziert. Kirchhoff begründete dies mit unklaren Organisationsstrukturen hinter der Initiative. Zudem teile sie die Sorge vor möglichen Krawallen.
Kirchhoff betonte, "Gewalt" sei "keine Lösung an der Stelle". Stattdessen müsse man "hier ins Gespräch gehen". Die ältere Generation sei gefordert, Verantwortung zu übernehmen, zuzuhören und die Forderungen junger Menschen umzusetzen. Die Bundesschülerkonferenz unterstütze zwar friedliche Proteste und das grundlegende Anliegen, wolle aber die Wut und Frustration der Jugendlichen "auf alle Fälle mittragen".