Die deutsche Hollywood-Ikone starb in ihrem Haus in Los Angeles
Die deutsche Schauspielerin Elke Sommer ist tot. Wie der Bayerische Rundfunk und die Bild-Zeitung berichten, starb sie im Alter von 85 Jahren in ihrem Haus in Bel Air, Los Angeles. Laut Welt starb Sommer bereits vergangene Woche an Herzinsuffizienz nach langer Bettlägerigkeit. Ihr Ehemann Wolf Walther war bereits im Juli nach langer Krankheit verstorben. Sommer wurde 1940 in Berlin geboren und wuchs in Franken auf.
Italienischer Wettbewerb ebnete Hollywood-Karriere
Entdeckt wurde sie nach einem Schönheitswettbewerb in Italien, was ihr den Einstieg in die Filmbranche ermöglichte. Ihre erste große Hauptrolle spielte sie 1961 in „Das Mädchen und der Staatsanwalt“, der auch in die USA verkauft wurde. Dies ebnete ihr den Weg nach Hollywood, wo sie an der Seite von Stars wie Paul Newman in „Der Preis“ (1963) spielte. Für diese Rolle erhielt sie den Golden Globe als beste Newcomerin.
Pink Panther und Legenden prägten ihr Schaffen
In den 1960er-Jahren wurde Sommer international bekannt, unter anderem durch ihre Rolle in „Ein Schuss im Dunkeln“ aus der Pink-Panther-Reihe. Sie drehte mit Filmlegenden wie Alain Delon, Dean Martin und Peter Sellers. Trotz ihrer rund 100 Kinofilme und mehrfacher Auszeichnungen, darunter zwei Bambis, blieb der ganz große Durchbruch aus. In späteren Jahren zog sie sich zunehmend aus der Öffentlichkeit zurück und lebte abwechselnd in Los Angeles und im fränkischen Marloffstein. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer würdigte Sommer als „außergewöhnliche Schauspielerin und Botschafterin des deutschen Films in Hollywood“, wie die Tagesschau berichtet.
Schauspielerin, Malerin und Sängerin in einer Person
Sie habe mit ihrem Talent, Charme und ihrer Eleganz Generationen begeistert. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bezeichnete sie auf X als „wahre Schauspiel-Ikone“. Neben ihrer Schauspielkarriere machte sich Sommer auch als Malerin und Sängerin einen Namen. In einem Interview sagte sie einmal: „Wenn man einmal ein Hollywood-Star war, dann bleibt man das ein Leben lang.“