Den rund 21 Millionen gesetzlich versicherten Rentnern in Deutschland steht 2027 eine vorläufige Rentenerhöhung um 4,09 Prozent in Aussicht. Laut dem Entwurf des Rentenversicherungsberichts, über den die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, soll die Anpassung zum 1. Juli erfolgen. Der Beitragssatz bleibt 2027 stabil, steigt aber ab 2028 deutlich an.
Beitragssatz bleibt 2027 stabil
Den neuen Daten zufolge bleibt der Beitragssatz zur Rentenversicherung im kommenden Jahr bei 18,6 Prozent des Bruttolohns. Arbeitnehmer und Arbeitgeber müssen sich jedoch ab 2028 auf höhere Abgaben einstellen.
Laut Entwurf steigt der Satz dann um 1,1 Prozentpunkte auf 19,7 Prozent. Für 2029 wird mit einer weiteren Erhöhung auf 19,8 Prozent gerechnet. Aufgrund verbesserter Konjunkturaussichten fallen diese Werte günstiger aus als noch im Frühjahr prognostiziert.
Langfristige Prognose bis 2040
Die Rentenanpassung orientiert sich an der Lohnentwicklung und soll durch die bis 2031 geltende "Renten-Haltelinie" verstärkt werden. Die genauen Werte für 2027 werden voraussichtlich im März 2027 festgelegt.
Dem Entwurf zufolge könnten die gesetzlichen Renten bis 2040 bei unveränderter Gesetzeslage um insgesamt 46,5 Prozent steigen. Das entspreche einer durchschnittlichen jährlichen Steigerungsrate von rund 2,8 Prozent. Mögliche Reformen der Regierungskoalition sind dabei jedoch nicht berücksichtigt.