Französische Astronautin landet im Pazifik und startet Reha in Deutschland.
Die französische Astronautin Sophie Adenot ist nach einem historischen Aufenthalt im Weltraum sicher auf der Erde gelandet. Am 8. Oktober wasserte die Crew-Dragon-Kapsel mit Adenot und drei weiteren Besatzungsmitgliedern um 17:35 Uhr französischer Zeit im Pazifik vor der Küste von San Diego. Die Rückkehr markiert das Ende einer 237 Tage, 5 Stunden und 18 Minuten dauernden Mission – ein neuer europäischer Rekord. Damit überbot Adenot den bisherigen Rekordhalter Luca Parmitano um über 35 Tage, wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bestätigt.
Adenot forschte zu Schwerelosigkeit und Materialien
Während ihres Aufenthalts auf der Internationalen Raumstation (ISS) führte Adenot zahlreiche wissenschaftliche Experimente durch und absolvierte drei Außeneinsätze. Diese Missionen dienten unter anderem der Erforschung von Materialien unter Weltraumbedingungen sowie medizinischen Studien zu den Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf den menschlichen Körper.
Reha in Köln nach Rückkehr von der ISS
Nach der Landung begann für Adenot und ihre Crew eine intensive Phase der medizinischen Betreuung und Rehabilitation. Die Astronautin wurde zunächst in die USA gebracht, bevor sie am Folgetag nach Köln weiterreiste. Dort wird sie im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) des DLR eine mehrwöchige Reha durchlaufen, um sich an die Schwerkraft der Erde zu gewöhnen und ihre körperliche Verfassung wiederherzustellen.
Europas Rolle in der Raumfahrt gestärkt
Die Mission von Adenot unterstreicht die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit in der Raumfahrt. Ihre Arbeit auf der ISS trug nicht nur zur wissenschaftlichen Forschung bei, sondern stärkte auch die Rolle Europas in der globalen Raumfahrtgemeinschaft. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in zukünftige Missionen einfließen, darunter auch die Vorbereitung auf bemannte Flüge zum Mond und Mars.