Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) vermutet, dass die russische Führung mit Drohnenangriffen auf Kiew während ihrer Reise mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die Bundesregierung gezielt einschüchtern wollte. Gleichzeitig berichtet sie von technischen Fortschritten Russlands bei Drohnen.
Angriffe in großer Regelmäßigkeit
Reiche sagte im "Ronzheimer"-Podcast, sie habe am Sonntag Angriffe in "großer Regelmäßigkeit" erlebt. Es seien "auch Ziele getroffen, die sehr, sehr nah am Stadtzentrum sind".
"Ich rechne fest damit, dass die russische Führung genau wusste, wo sie treffen muss, um deutliche Zeichen zu setzen."
Technologische Fortschritte und Folgen
Die Ministerin erklärte, welche Ziele sie hinter den Angriffen vermute: "Erschrecken, abschrecken. Vielleicht Unsicherheit auslösen, vielleicht verhindern, dass Abkommen geschlossen werden, dass man sich der Solidarität versichert. Angst zu erzeugen, ist ein beliebtes Mittel – gerade der russischen Führung."
Reiche berichtete von russischen Fortschritten in der Drohnentechnologie: "Russland hat es vermocht, die Drohnen, die eh schon schnell unterwegs waren, noch einmal durch individuelle Düsenantriebe zu beschleunigen." Das habe auch Folgen für die Abwehr wichtiger Infrastruktur: "Russland hat einen technologischen Sprung zugelegt. Drohnentechnik, die jetzt sehr viel schneller unterwegs ist. Drohnen abzufangen ist komplizierter geworden. Damit ist die Verwundbarkeit. Von Stromnetzen, von Gasnetzen, von Wasserversorgungsanlagen oder auch von Bahnstationen noch einmal mehr gefährdet."