Trotz Champions-League-Qualifikation: Leipzig sucht neuen Coach
RB Leipzig hat sich überraschend von Trainer Ole Werner getrennt. Dies geht aus einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hervor, die von einer Trennung trotz der erfolgreichen Qualifikation für die Champions League und dem dritten Tabellenplatz in der vergangenen Saison berichtet. Die genauen Gründe für die Entscheidung wurden zunächst nicht genannt, doch die Trennung markiert einen deutlichen Bruch in der sportlichen Führung des Vereins.
Leipzigs Trainer unter Druck nach schwankender Form
Wie tag24.de berichtet, durchlebt der Verein bereits seit dem Sommer eine Phase des Umbruchs. Unter dem aktuellen Trainer Martin Demichelis gestaltete sich die Saison bisher wechselhaft: Nach deutlichen Niederlagen gegen den FC Bayern München (1:6) und Real Madrid (1:4) folgte ein klarer 4:0-Sieg gegen Aufsteiger Elversberg. Auch im DFB-Pokal musste Leipzig bereits gegen Bayer Leverkusen antreten, ein Spiel, das am 2. Dezember in der BayArena stattfinden wird. Die Mannschaft zeigt damit eine ambivalente Form, die möglicherweise zur Trainerentscheidung beigetragen hat.
Timo Werners Leidensweg mit Schmährufen in Stadien
Timo Werner, der ehemalige Leipzig-Spieler, blickt unterdessen auf seine Zeit beim Verein zurück. Wie der Schwarzwälder Bote berichtet, war Werner während seiner Zeit bei RB Leipzig regelmäßig Ziel von Schmähgesängen und Anfeindungen in gegnerischen Stadien. Besonders eine umstrittene Schwalbe im Spiel gegen Schalke 04 im Dezember 2016 prägte sein Image in Deutschland nachhaltig. Werner selbst bezeichnete die Ablehnung als belastend, betonte aber auch, stolz darauf zu sein, diese Phase durchgestanden zu haben. Sportlich glänzte er in der Saison 2019/20 mit 28 Bundesliga-Toren für Leipzig, bevor er zum FC Chelsea wechselte.
Leipzigs Zukunft ungewiss nach Trainerwechsel
Die Trennung von Werner als Trainer wirft nun Fragen nach der zukünftigen sportlichen Ausrichtung des Vereins auf. Ob ein Ex-Bayern-Profi als Nachfolger gehandelt wird, wie in einigen Medien spekuliert wird, bleibt vorerst unbestätigt. RB Leipzig steht damit vor einer weiteren Herausforderung in einer ohnehin schon turbulenten Saison.