Sollten sich die Unruhen aus Frankreich auf Deutschland ausweiten, will die Polizei massiv und konsequent durchgreifen. Andreas Roßkopf, GdP-Chef für die Bundespolizei, kündigt null Toleranz an. Für den 31. Oktober sind bundesweite Proteste angekündigt.
GdP warnt vor Gewalt bei geplanten Demonstrationen
"Die Polizeien der Länder, aber auch des Bundes, werden dagegen massiv und konsequent vorgehen. An diesem Punkt wird es null Toleranz und keinen Spielraum geben”, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) für die Bundespolizei, Andreas Roßkopf, der “Rheinischen Post” (Donnerstagsausgabe).
Man werde von Anfang an "mit robusten Einheiten und allen rechtsstaatlichen Mitteln" einschreiten.
Proteste am 31. Oktober in mehreren Städten
Für diesen Tag sind in mehreren Städten Demonstrationen zu Bildung und sozialer Gerechtigkeit geplant. Roßkopf warnte: "Es kann passieren, dass sich Radikale und Extremisten unter die Teilnehmer mischen, die mit Gewalt und Brutalität gegen unsere Kolleginnen und Kollegen vorgehen und einfach nur zerstören wollen." In sozialen Netzwerken gebe es dazu bereits Aufrufe.
Angesichts der Ereignisse in Frankreich und auch Italien nehme man diese Aufrufe sehr ernst. "Die Situation wird bereits genau beobachtet und bewertet, damit wir so etwas bei uns nicht erleben." Wer Rechtsbruch begehe, "wird mit aller Konsequenz gestoppt", so der GdP-Chef.
Initiative 'Gen Z steht auf' organisiert bundesweite Aktionen
Die Initiative "Gen Z steht auf" ruft am 31. Oktober in zahlreichen deutschen Städten zu Protesten auf, auch vor dem Brandenburger Tor ist eine Veranstaltung geplant.