Verena Pausder, Vorstandsvorsitzende des Startup-Verbands Deutschland, kritisiert die negative Stimmung am Wirtschaftsstandort. Im ersten Halbjahr 2026 entstanden 3.000 neue Tech-Start-ups, bis September flossen über acht Milliarden Euro Wagniskapital.
Rekordzahlen und Forderungen
"Statt nur zu betrauern, in welchen Branchen wir nicht mehr wettbewerbsfähig sind, sollten wir unseren Blick auf das richten, was gerade entsteht", sagte Pausder in der ntv-Sendung "Blome & Pfeffer".
Allein im ersten Halbjahr seien 3.000 neue Tech-Start-ups entstanden, bis September seien mehr als acht Milliarden Euro Wagniskapital in das Start-up-Ökosystem geflossen. "Beides sind Rekorde", so die Start-up-Verbandschefin. Damit daraus mehr Arbeitsplätze entstünden, brauche es zusätzliches Wachstumskapital und öffentliche Aufträge. "Die Lage ist besser als die Stimmung und ein neuer Wirtschaftsaufschwung ist möglich".
Kritik an der Zukunftsorientierung
Mit Blick auf den Stellenabbau in der Industrie sagte sie, die schwierige Übergangsphase werde nicht leichter, "wenn wir weiterhin rückwärts in die Zukunft laufen.". Deutschland konzentriere sich zu sehr auf frühere Erfolge, statt neue Entwicklungen in den Blick zu nehmen.
Als Beispiel nannte die Start-up-Verbandschefin die Raumfahrt: "Wir sind erstmalig in der Lage, Elon Musk Konkurrenz zu machen und nicht auf ihn angewiesen zu sein.“. Solche Erfolgsgeschichten würden jedoch zu wenig erzählt, kritisierte Pausder.