Krebsdiagnose und Operation: Papst erholt sich im Krankenhaus
Papst Leo XIV. erholt sich nach einer Lungenoperation im römischen Gemelli-Krankenhaus gut. Wie der Spiegel berichtet, zeigte sich das 71-jährige Kirchenoberhaupt bereits am Tag nach dem Eingriff in guter Stimmung und nahm normale Mahlzeiten zu sich. Zudem habe er Atemübungen absolviert und erste Schritte im Zimmer gemacht. Die behandelnden Ärzte bestätigten einen regulären postoperativen Verlauf, alle Werte lägen im Normbereich für die Art des Eingriffs. Auch n-tv meldet, dass die Genesung Fortschritte mache und eine Röntgenuntersuchung eine gute Erholung der operierten Lunge zeige. Der Papst war am Dienstag operiert worden, wobei ihm der untere Lappen der rechten Lunge entfernt wurde, in dem sich ein bösartiges Adenokarzinom befand. Die Operation dauerte etwa 90 Minuten.
Gesunder Papst mit überraschender Krebsdiagnose
Laut der Welt war die Diagnose Lungenkrebs für viele überraschend, da Leo XIV. bei seiner Wahl 2025 als besonders gesunder und fitter Priester galt. Der gebürtige US-Amerikaner hatte sich zuvor durch Dynamik und einen aktiven Lebensstil ausgezeichnet. Die Erkrankung soll jedoch bereits seit Mitte September bekannt gewesen sein, wie n-tv unter Berufung auf die italienische Tageszeitung La Repubblica berichtet. Demnach habe der Papst nach einer MRT-Untersuchung am 14. September von einer Auffälligkeit in seiner Lunge erfahren. Weitere Untersuchungen Ende September hätten dann den Verdacht auf einen bösartigen Tumor bestätigt.
Papst-OP wirft Südamerika-Reise in Frage
Der Vatikan gab an, dass Leo XIV. vorerst etwa eine Woche in der Klinik bleiben werde. Ob weitere Behandlungen nötig sind, soll sich in den nächsten Tagen zeigen, sobald die histologischen Befunde vorliegen. Unklar ist auch, ob der Papst seine für Anfang November geplante Reise nach Südamerika antreten kann. Die Reise umfasst Besuche in Argentinien, Uruguay und Peru und wäre mit 31.000 Flugkilometern und Höhenunterschieden in den Anden körperlich sehr anspruchsvoll. Während der Vatikan die Reise noch nicht abgesagt hat, raten Fachleute laut Spiegel davon ab, eine solche Belastung so kurz nach der Operation auf sich zu nehmen.
Papst bleibt trotz OP aktiv in der Kirche
Trotz seiner Abwesenheit blieb der Papst aktiv: Wie der Spiegel weiter berichtet, verlas Kardinal Luis Antonio Tagle am Mittwoch eine Botschaft Leos XIV. zum Abschluss einer Konferenz zum zehnten Jahrestag des Dokuments „Amoris laetitia“. Darin würdigte der Papst den Beitrag von Familien für die Kirche und bat die Teilnehmer um Gebete. Die Botschaft hatte Leo bereits am Dienstag unterzeichnet, noch vor seiner Operation.