Drei Osnabrücker SPD-Gliederungen haben Lara Rahe für die Landtagswahl 2027 im Wahlkreis Osnabrück-West nominiert. Ob die 36-Jährige tatsächlich für die SPD antritt, entscheidet sich erst Anfang kommenden Jahres.
Der SPD-Ortsverein Altstadt-Westerberg-Innenstadt, die Osnabrücker Arbeitsgemeinschaft SPD Frauen und die Jusos haben sich nach eigenen Angaben in ihren Mitgliederversammlungen mit großer Mehrheit für Rahe ausgesprochen. Eine verbindliche Aufstellung als Landtagskandidatin ist damit noch nicht verbunden.
Osnabrücker SPD entscheidet endgültig Anfang 2027
Die endgültige Entscheidung über die Osnabrücker SPD-Kandidaten zur niedersächsischen Landtagswahl treffen die Delegierten auf einer Aufstellungsversammlung zu Jahresbeginn 2027. Bis dahin handelt es sich bei der Unterstützung der drei Parteigruppen um eine Nominierung.
Rahe wurde in Osnabrück geboren und wuchs dort auf. Nach dem Studium und beruflichen Stationen in Berlin kehrte sie 2020 nach Osnabrück zurück. Sie arbeitet nach Angaben der SPD als Fachdienstleiterin in der öffentlichen Verwaltung, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Der Partei gehört sie seit mehr als zehn Jahren an; seit 2025 sitzt sie im Landesvorstand der SPD Niedersachsen. 2024 gehörte sie zu den Mitorganisatoren einer Demonstration gegen Faschismus in Osnabrück.
Lara Rahe setzt auf Familienpolitik und Teilhabe
Als politische Schwerpunkte nennt Rahe Demokratiebildung, soziale Teilhabe, Familienpolitik und den Kampf gegen Rechtsextremismus. Zu ihrer Nominierung erklärte sie: „Dafür möchte ich mich im Landtag stark machen.“ Sie bezog sich damit auf ihr Ziel, Politik für Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen zu gestalten.
Ortsvereinsvorsitzender Joël Landrath begrüßte die Bewerbung und sprach sich für Rahes Kandidatur aus. Mara Becker, Vorsitzende der AG SPD Frauen, verwies auf die Bedeutung von Erfahrungen junger Mütter in der Politik: „Ich finde es außerdem wichtig, dass junge Frauen mit Kindern ihre Perspektive in die Politik einbringen.“ Stella Neubert, Co-Vorsitzende der Osnabrücker Jusos, begründete die Unterstützung ihrer Organisation unter anderem damit, dass die Perspektiven junger Menschen in der Landespolitik mehr Gehör finden sollten.