Höhepunkt am 21. Oktober – beste Beobachtungszeit nach Mitternacht
Der Herbst 2026 bietet Himmelsbeobachtern ein besonderes Schauspiel: Der Meteorstrom der Orioniden zieht vom 2. Oktober bis zum 7. November über das Firmament. Wie der Merkur berichtet, erreichen die Orioniden am 21. Oktober ihren Höhepunkt mit einer theoretischen Fallrate von etwa 20 bis 30 Meteoren pro Stunde unter idealen Bedingungen. Die Sternschnuppen gelten als besonders schnell und spektakulär, da sie mit rund 66 Kilometern pro Sekunde auf die Erdatmosphäre treffen und dabei oft nachleuchtende Spuren hinterlassen.
Orioniden: Kometenstaub bringt Sternschnuppen
Die Orioniden entstehen, wenn die Erde die Staubspur des Halleyschen Kometen kreuzt. Ihr scheinbarer Ausstrahlungspunkt liegt im Sternbild Orion, das ab Mitternacht im Osten aufsteigt und in den frühen Morgenstunden seinen höchsten Stand erreicht. Der Deutschlandfunk ergänzt, dass die Aktivität des Stroms in den vergangenen Jahrzehnten schwankte: Zwischen 1984 und 2001 lagen die Spitzenwerte bei 14 bis 31 Meteoren pro Stunde, während sie zwischen 2006 und 2009 sogar 40 bis 70 Meteore pro Stunde erreichten.
Beste Bedingungen für Meteorbeobachtung 2026
Für Beobachter im Jahr 2026 ist die Situation günstig, da der zunehmende Mond rechtzeitig untergeht und so mondfreie Dunkelstunden in der zweiten Nachthälfte ermöglicht. Die beste Beobachtungszeit liegt daher zwischen Mitternacht und der beginnenden Morgendämmerung. Experten raten, einen dunklen Ort abseits von Stadtlicht aufzusuchen und die Augen mindestens 20 bis 30 Minuten an die Dunkelheit zu gewöhnen. Ein Fernglas oder Teleskop ist nicht nötig – das bloße Auge bietet das weiteste Sichtfeld.
Oktoberhimmel: Planeten und Sternschnuppen im Blick
Neben den Orioniden lohnt sich im Oktober auch ein Blick auf die Planeten Saturn, Jupiter und Venus, die am Nachthimmel sichtbar sind. Die Orioniden zählen zu den bekanntesten Meteorströmen und sind besonders für Hobby-Astronomen und Nachtschwärmer ein Highlight. Historische Analysen der International Meteor Organization zeigen, dass die Fallrate in den letzten Jahren stabil bei 20 bis 30 Meteoren pro Stunde lag.