Die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) wirft Audi-Chef Gernot Döllner vor, mit seinem Wahlkampfauftritt an der Seite von US-Präsident Donald Trump demokratische Werte zu vernachlässigen. Unternehmen müssten Verantwortung über wirtschaftliche Interessen hinaus tragen, betonte sie in der Rheinischen Post.
Politische Verantwortung von Unternehmen
Mona Neubaur kritisierte den gemeinsamen Auftritt Döllners mit Trump als "hochproblematisch". Unternehmen seien zwar darauf angewiesen, internationale Märkte zu erschließen. Doch es komme darauf an, mit wem sie sich dafür öffentlich zeigten und welche Signale sie damit aussendeten.
Die Ministerin erklärte, Döllner handle nicht naiv. Wer sich an der Seite eines umstrittenen Politikers präsentiere, müsse damit rechnen, als Teil einer politischen Inszenierung wahrgenommen zu werden. Dies lasse sich [[fidelity:7]] nicht allein mit wirtschaftlichen Interessen begründen.
Demokratische Werte und wirtschaftliche Interessen
Große Unternehmen trügen eine besondere Verantwortung – gegenüber ihren Beschäftigten, den Standorten und den demokratischen Grundwerten, auf denen die soziale Marktwirtschaft beruhe. Neubaur sagte dazu: "Wer sich zu diesen Werten bekennt, muss sie auch dann ernst nehmen, wenn es wirtschaftlich unbequem wird."
Die Ministerin verwies darauf, dass diese Verantwortung auch dann gelte, wenn sie wirtschaftlich unbequem werde. Audi hat seinen Hauptsitz in Ingolstadt und ist einer der größten Arbeitgeber in Bayern.