Russland hat Vermögenswerte europäischer Unternehmen unter Zwangsverwaltung gestellt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kündigt am Rande des EU-Gipfels in Brüssel Konsequenzen an. Unter den betroffenen Firmen ist auch der deutsche Verpackungshersteller Menshen aus dem Sauerland.
EU-Gipfel: Merz warnt vor unbeantworteten Eingriffen
"Wir schauen uns das genau an", sagte der Kanzler am Freitag der dts Nachrichtenagentur. Man habe solche Eingriffe schon in den letzten Monaten immer wieder gesehen.
Russland müsse wissen, "dass wir so etwas nicht unbeantwortet lassen".
Visapolitik und Reiseverkehr im Fokus
Beim EU-Rat sei erst am Freitagmittag darüber gesprochen worden, dass nach wie vor sehr viele Visa an russische Staatsbürger erteilt würden, die in die Europäische Union einreisen. "Da ist sicherlich noch Potenzial für uns, auch diesen Besuchsverkehr und auch den Geschäftsreiseverkehr in die Europäische Union einzuschränken".
"Wenn Russland Antworten will, dann werden wir sie geben".
Putins Dekret betrifft deutsche Firma
Während des EU-Gipfels in Brüssel wurde bekannt, dass Russland vorübergehende staatliche Verwaltung für mehrere europäische Unternehmen angeordnet hat. Laut eines Dekrets von Präsident Wladimir Putin betrifft dies unter anderem auch den deutschen Verpackungshersteller Menshen aus dem Sauerland.
Die Frage, ob er dies persönlich nehme, ließ der geborene Sauerländer Merz am Freitag unbeantwortet.