Bundeskanzler Merz unterstreicht Unterstützung für Kiew, während Russland aufrüstet.
Die Bundesregierung bekräftigt ihre langfristige Unterstützung für die Ukraine, obwohl die Akzeptanz für die Milliardenhilfen in der Bevölkerung nachlässt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) betonte in einer Grundsatzrede die Bedeutung der Hilfe für Kiew, wie die Berliner Zeitung berichtet. Gleichzeitig warnte er vor den Folgen eines Nachlassens der europäischen Unterstützung: «Wankt Europa, dann wankt auch die Ukraine», zitiert die dpa den Kanzler. Die Rede thematisierte auch die Rolle der AfD in der Debatte um die Ukraine-Hilfe.
Russland verstärkt Luftangriffe auf Ukraine
Russland bereitet sich unterdessen auf einen langen Krieg vor und verstärkt seine Angriffe aus der Luft, wie die Berliner Zeitung weiter berichtet. Die Bundesregierung will die Ukraine jedoch noch über Jahre unterstützen, um die Abwehrfähigkeit gegen die russische Aggression zu stärken. Merz empfing in dieser Woche den kasachischen Präsidenten Kassym-Schomart Tokajew im Kanzleramt, um die Zusammenarbeit in Energie- und Außenpolitik zu vertiefen. Tokajew betonte dabei die guten Beziehungen seines Landes zu Russland, während Deutschland Kasachstan als wichtigen Partner sieht – trotz unterschiedlicher Positionen gegenüber Moskau.
Kasachstan bleibt Russland verbunden trotz EU-Kontakten
Die Diskrepanz zwischen der deutschen Unterstützung für die Ukraine und der Haltung Kasachstans zu Russland zeigt die komplexen außenpolitischen Herausforderungen. Während Berlin versucht, die Abhängigkeit von russischem Erdöl durch Lieferungen aus Kasachstan zu verringern, bleibt die Frage, wie belastbar die deutschen Zusagen an Kiew langfristig sind. Die dpa berichtet zudem, dass Merz in seiner Rede die Notwendigkeit einer geschlossenen europäischen Haltung unterstrich, um die Ukraine nicht im Stich zu lassen.