Ein 81 Jahre alter Mann aus Georgsmarienhütte ist am Samstag (31. Oktober) Opfer eines Schockanrufs geworden. Er übergab auf einem Parkplatz in Melle eine fünfstellige Bargeldsumme an eine bislang unbekannte Frau, wie die Polizei berichtet.
Gegen 15:15 Uhr hatten ihn Betrüger angerufen und behauptet, ein Angehöriger habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Nur durch eine Kautionszahlung könne dieser freikommen. Im Verlauf des Telefonats meldeten sich unter anderem eine angebliche Polizistin und ein vermeintlicher Richter. Nach Polizeiangaben wurde der Senior massiv unter Druck gesetzt.
Die Anrufer wiesen ihn an, zu einem öffentlichen Parkplatz am Stadtgraben in Melle auf Höhe der Hausnummer 13 zu fahren. Etwa 20 Minuten nachdem der Mann dort geparkt hatte, erschien eine Frau an seinem Auto und nahm das Bargeld entgegen. Anschließend entfernte sie sich in unbekannte Richtung.
Polizei sucht Abholerin vom Parkplatz in Melle
Die gesuchte Frau soll etwa 45 bis 50 Jahre alt und von zierlicher Statur sein. Sie hatte laut Beschreibung dunkle Augen und dunkle, zu einem Zopf gebundene Haare. Sie trug dunkle Kleidung. Auffällig waren mehrere Hautunreinheiten auf der linken Wange.
Die Polizei bittet insbesondere Menschen um Hinweise, die am Samstagnachmittag verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Meller Innenstadt bemerkt haben. Zeugen erreichen die Ermittler unter 0541/327-3303 oder 05401/83160.
Bei der geschilderten Masche täuschen Betrüger einen schweren Unglücksfall im familiären Umfeld vor, um Bargeld zu erpressen. Die Polizei verlangt am Telefon keine Kaution und schickt auch keine Abholer für Bargeldzahlungen.