Der Digitalexperte Sascha Lobo hält Deutschland für nur ungenügend vorbereitet auf Cyberangriffe mit Künstlicher Intelligenz. Behörden und kritische Infrastruktur seien nur teilweise geschützt, sagte er der Funke-Mediengruppe.
KI-Härtung braucht Ressourcen und Zeit
Zwar sei eine "umfassende KI-Härtung von Staat, Verwaltung und angrenzenden Institutionen im Gang", doch der Prozess benötige Zeit, Geld und vor allem Fachkräfte – und die seien aktuell knapp, so Lobo.
Aktuelle Bedrohungen und zukünftige Risiken
Schon jetzt würden kriminelle Handlungen mit KI begangen, erklärte der Experte. Neue Angriffsflächen entstünden in Sicherheitsbereichen, Behörden, kritischer Infrastruktur und sogar kleinen Online-Shops, die noch nicht ausreichend abgesichert seien.
Als größte Gefahr sieht Lobo, dass böswillige Akteure – kriminell, politisch motiviert oder beides – Zugang zu leistungsfähiger KI erhalten. Er nannte in diesem Zusammenhang den russischen Präsidenten Wladimir Putin sowie Staaten wie Nordkorea oder Iran, die KI künftig stärker für ihre Ziele nutzen würden.