CDU-Minister will Regelung ab 2027 verschärfen – SPD protestiert
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) will die Kinderkrankentage ab 2027 deutlich reduzieren. Pro Elternteil sollen dann nur noch 10 statt bisher 15 Tage gelten, wie er in der Regierungsbefragung des Bundestags am 23. September 2026 ankündigte. Damit würde die Regelung auf das Niveau vor der Coronapandemie zurückgesetzt.
Elternzeit wird für Alleinerziehende gekürzt
Für Alleinerziehende sieht der Plan eine Kürzung von 30 auf 20 Tage vor. Eltern mit mehreren Kindern müssen sich auf eine Obergrenze von 25 statt bisher 35 Tage pro Elternteil einstellen. Bei Alleinerziehenden mit mehreren Kindern sinkt der Anspruch von 70 auf 50 Tage, wie ad-hoc-news.de berichtet.
Die Pläne stoßen auf scharfe Kritik
Die Pläne stoßen auf scharfe Kritik. SPD-Politiker werfen Linnemann vor, Familien mit Kindern zu benachteiligen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erschweren. Besonders betont wird, dass die Pandemie gezeigt habe, wie wichtig flexible Regelungen für Eltern seien.
Linnemann verteidigt Kürzungen mit Pandemie-Ende
Linnemann begründet die Kürzung mit der Notwendigkeit, die Kosten im Gesundheitssystem zu begrenzen. Die Regelung sei ursprünglich als temporäre Maßnahme während der Pandemie eingeführt worden und solle nun wieder an die Normalität angepasst werden.
Streit um Sozialleistungen und Haushaltskonsolidierung
Die Debatte zeigt, wie umstritten die Balance zwischen wirtschaftlicher Verantwortung und sozialer Absicherung bleibt. Während die CDU auf Haushaltskonsolidierung setzt, fordern SPD und Grüne, die Unterstützung für Familien nicht zu schwächen.