Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) will die häusliche Pflege in Deutschland stärken. Vor der ersten Beratung des Pflegeneuordnungsgesetzes im Bundestag am 5. November 2026 kündigte er Maßnahmen an, um Pflegebedürftigkeit zu verhindern oder zu verzögern. Prävention, Beratung und Rehabilitation sollen Familien entlasten.
Prävention und Entlastung im Fokus
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) hat vor der ersten Lesung des Pflegeneuordnungsgesetzes im Bundestag betont, dass die häusliche Pflege gestärkt werden müsse. Ziel sei es, betroffenen Familien den Alltag zu erleichtern. Dazu forderte er mehr Prävention, Beratung und Rehabilitation, um Pflegebedürftigkeit möglichst zu verhindern oder zumindest hinauszuzögern.
Linnemann verwies darauf, dass mehr gesunde Lebensjahre zu höherer Lebensqualität und mehr Zeit mit der Familie führen würden. Gegenüber der "Rheinischen Post" begründete er seine Pläne mit den Worten, Pflegebedürftigkeit solle durch gezielte Maßnahmen vermieden werden.
Persönliche Erfahrungen als Motivation
Linnemann berichtete von eigenen Erfahrungen mit häuslicher Pflege in seiner Familie. Jede Pflegesituation sei individuell, sagte er. Diese Perspektive wolle er in die politischen Maßnahmen einfließen lassen.