Der Fraktionschef der Thüringer Linken, Christian Schaft, verlangt in der Debatte um Antisemitismus in der Berliner Partei Konsequenzen. Gleichzeitig warnt er vor Sippenhaft für Elif Eralp und Berliner Mitglieder. Ferat Koçak zieht sich wegen umstrittener Kontakte zurück.
Forderung nach Konsequenzen und Ablehnung von Sippenhaft
Schaft betont, die Haltung von Elif Eralp und der Berliner Parteispitze gegen jede Form des Antisemitismus sei klar. Auch Tobias Schulze, Fraktionsvorsitzender im Abgeordnetenhaus, habe sehr klar und deutlich gemacht, dass in der Partei Konsequenzen gezogen werden müssten.
Für die Auseinandersetzung mit antisemitischen Positionen in der Partei sollten aber weder Eralp noch die Menschen in Berlin in Sippenhaft genommen werden, so Schaft. "und die wird es nur mit Elif Eralp als Bürgermeisterin geben".
Koçak zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück
Der Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak, Direktkandidat der Linken in Berlin-Neukölln, hat angekündigt, sich wegen umstrittener Kontakte zu einem Berliner Clan vorerst aus der Öffentlichkeit und aus dem Innenausschuss zurückzuziehen.
Schaft verwies darauf, dass die Mieten in Berlin das größte Problem seien.