Bei der israelischen Parlamentswahl ist die Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu laut vorläufigem Endergebnis stärkste Kraft. Sein Block kommt auf 53 der 120 Sitze in der Knesset, während das Oppositionsbündnis um Ex-General Gadi Eizenkot 48 Sitze erreicht. Eine Regierungsbildung bleibt ungewiss.
Ergebnisse und Machtverhältnisse
Zwei Tage nach der Wahl in Israel hat das Zentrale Wahlkomitee das vorläufige Endergebnis bekannt gegeben. Laut diesen Angaben kommt die Likud-Partei von Benjamin Netanjahu auf 27 Sitze und ist damit stärkste Einzelpartei. Netanjahus politischer Block vereint insgesamt 53 Mandate auf sich. Das Oppositionsbündnis aus Sozialdemokraten, Liberalen und Zentristen um den ehemaligen General Gadi Eizenkot erreicht 48 Sitze.
Die Knesset, das israelische Parlament, besteht aus 120 Abgeordneten. Für eine stabile Regierungsmehrheit sind 61 Sitze erforderlich. Beide Lager verfehlen diese Marke deutlich, was die Koalitionsverhandlungen erschwert.
Arabische Parteien als möglicher Königsmacher
Laut vorläufigem Ergebnis kommen die arabischen Parteien auf 19 Sitze. Theoretisch könnten sie eine Schlüsselrolle bei der Regierungsbildung spielen. Allerdings haben die meisten Oppositionsführer eine Zusammenarbeit mit ihnen bereits ausgeschlossen. Eine Koalition mit Netanjahus Block gilt daher als unwahrscheinlich.
Rekordwahlbeteiligung und gescheiterte Kleinparteien
Die Wahlbeteiligung lag laut Zentralem Wahlkomitee so hoch wie seit 1973 nicht mehr. Gleichzeitig scheiterten kleinere rechte Parteien wie Ofer Winters People of Israel und Yoaz Hendels Reservisten-Wirtschaftspartei an der 3,25-Prozent-Hürde. Dies könnte Netanjahus Bemühungen um eine Mehrheit zusätzlich erschweren, da mögliche Partner fehlen.
Eine Einheitsregierung zwischen Netanjahu und Eizenkot erscheint ebenfalls ausgeschlossen. Eizenkot lehnt eine Zusammenarbeit mit dem amtierenden Ministerpräsidenten ab. Auch andere Oppositionsführer haben eine Koalition unter Netanjahus Führung kategorisch ausgeschlossen.