Am 9.
Der Weg führte vom Nikolaikirchhof über Grimmaische Straße, Markt und Thomaskirchhof bis zum Matthäikirchhof und konnte in beliebiger Reihenfolge begangen werden. Orangefarbene Straßenleuchten halfen bei der Orientierung. Zu den Projekten zählten unter anderem die Open-Air-Ausstellung „Unsere verANTWORTung …“ in der Grimmaischen Straße, die Lichtinstallation „Faces of Light“ am Zeitgeschichtlichen Forum sowie eine Tanzperformance auf dem Marktplatz. Ein zentraler Ort des Gedenkens war das Kerzenpodest in Form einer 89 an der Thomaskirche, wo Besucher mit Zeitzeugen ins Gespräch kommen konnten.
Demokratie heute durch 1989 herausgefordert
Vicki Felthaus, Beigeordnete für Jugend, Schule und Demokratie, betonte in ihrer Rede, dass das Lichtfest die unsichtbaren Anfänge der Zivilgesellschaft im Herbst 1989 sichtbar mache. Sie appellierte an die Anwesenden, Verantwortung zu übernehmen und sich für den Zusammenhalt einzusetzen. Wie l-iz.de weiter schreibt, erinnerte die deutsch-amerikanische Politikwissenschaftlerin Cathryn Clüver Ashbrook in ihrer Rede zur Demokratie in der Nikolaikirche an die aktuellen Bedrohungen der Demokratie. Sie verwies auf die Wahl eines Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt, hinter dem ein Programm stehe, das Kernelemente der freiheitlichen Grundordnung diskreditieren wolle.
Leipzigs Lichtfest gedenkt historischer Montagsdemo
Das Lichtfest erinnert alljährlich an die Montagsdemonstration vom 9. Oktober 1989, an der über 100.000 Menschen teilnahmen und die als entscheidender Moment für den Fall der Mauer und die deutsche Wiedervereinigung gilt. Seit 2009 ist der 9. Oktober in Leipzig ein städtischer, nicht arbeitsfreier Gedenktag.