Die Welthungerhilfe warnt vor einer dramatischen Preisspirale im Gazastreifen. Gurken und Tomaten kosten ein Vielfaches des ursprünglichen Preises, während viele Menschen kein Einkommen mehr haben.
Preise explodieren, Einkommen fehlt
Welthungerhilfe-Generalsekretär Mathias Mogge berichtete den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ nach einem Besuch im Gazastreifen von einer massiven Verteuerung. „Die Preise liegen in der Regel beim Acht- bis Zehnfachen dessen, was die Waren vor dem Krieg gekostet haben“.
Konkrete Beispiele: Gurken kosten jetzt vier US-Dollar statt zuvor 30 Cent, Tomaten fünf Dollar statt 50 Cent. Auch der Brotpreis habe sich verdoppelt. Gleichzeitig hätten die meisten Menschen praktisch "Viele sind deshalb komplett abhängig von Nahrungsmittelhilfe von außen".
Forderungen nach Hilfslieferungen und Wiederaufbau
Mogge drängte auf schnelle weitere Hilfslieferungen, um die akute Not zu lindern. "Nahrungsmittel müssen bereitgestellt und die Wasser- und Sanitärversorgung verbessert werden".
Langfristig brauche es mehr als nur Nahrungsmittelhilfe. "Dafür braucht es wirtschaftlichen Wiederaufbau und mehr lebenswichtige Güter, die in den Gazastreifen hineingelassen werden".