Händler verbarrikadieren Schaufenster – Polizei rechnet mit friedlichem Verlauf
Vor den bundesweit angekündigten Protesten der Initiative «Gen Z regelt» am Samstag haben Händler in Hamburg und Leipzig ihre Geschäfte gesichert. In der Hamburger Innenstadt, insbesondere am Neuen Wall, wurden Läden verbarrikadiert, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Auch in Leipzig haben mehrere Ladenbesitzer in der Innenstadt ihre Schaufenster mit massiven Holzplatten verschalt, wie die «Ostdeutsche Allgemeine» schreibt. Die Maßnahmen sollen mögliche Ausschreitungen verhindern, die von den Veranstaltern nicht ausgeschlossen werden können.
Externe Akteure entscheiden über Leipziger Geschäfte
In Leipzig kam die Entscheidung zur Sicherung der Geschäfte nicht immer von den Händlern selbst. Teilweise hätten Vermieter oder Unternehmenszentralen außerhalb der Stadt die Maßnahmen veranlasst, heißt es in dem Bericht. Die Leipziger Polizei nimmt die Bedenken der Händler ernst und wird das Versammlungsgeschehen sowie das Umfeld genau beobachten. Die Demonstration in Leipzig ist von 14 bis 17 Uhr angemeldet und soll vom Augustusplatz über den Innenstadtring zum Richard-Wagner-Platz führen.
Proteste gegen Sozialkürzungen und Rüstung in Ostdeutschland
Die Proteste richten sich gegen unzureichende Investitionen in marode Schulen, Einsparungen im Sozialbereich sowie gegen Pläne zur Einführung einer Wehrpflicht. In Leipzig kommt als lokales Thema die Kritik an der Ansiedlung mehrerer Rüstungsunternehmen hinzu. Auch in anderen ostdeutschen Städten wie Erfurt, Magdeburg, Dresden, Chemnitz und Rostock sind Demonstrationen angekündigt.
Hamburger Polizei erwartet friedliche Gen-Z-Demo
In Hamburg rechnet die Polizei laut dpa mit einem weitgehend friedlichen Verlauf der Kundgebung, will aber mit einer starken Präsenz für Sicherheit sorgen. Die bundesweiten Proteste der Initiative «Gen Z regelt» orientieren sich an ähnlichen Bewegungen in Frankreich und Italien, die sich ebenfalls gegen soziale Missstände und politische Entscheidungen wenden.