FIFA-Chef signalisiert Gesprächsbereitschaft, bleibt aber im Amt.
FIFA-Präsident Gianni Infantino hat auf die wachsende Kritik an seinem Führungsstil reagiert. In einem Brief an die 211 Mitgliedsverbände und den FIFA-Council bot der 56-jährige Schweizer Reformgespräche an. Damit signalisiert er Gesprächsbereitschaft, einen Rücktritt schließt er jedoch weiterhin aus.
FIFA setzt auf externe Governance-Prüfung
Kernpunkt seiner Ankündigung ist eine unabhängige externe Überprüfung des Governance-Systems der FIFA. Diese soll Transparenz und Effizienz in den Entscheidungsprozessen des Weltverbandes erhöhen. Infantino betont, dass die Reformen gemeinsam mit allen Beteiligten erarbeitet werden sollen.
FIFA-Präsident will eigene Rolle hinterfragen lassen
Zusätzlich schlägt der FIFA-Chef eine strukturierte Konsultation mit den Konföderationen, Verbänden und weiteren Interessengruppen vor. Dabei soll auch die Rolle des Präsidenten selbst auf den Prüfstand gestellt werden, wie unter anderem die Zeit und der Spiegel berichten. Die Diskussionen könnten weitreichende Veränderungen für die Zukunft des Fußball-Weltverbandes bedeuten.
Infantino will Vertrauen in FIFA zurückgewinnen
Infantino, der seit 2016 an der Spitze der FIFA steht, sieht sich seit Monaten mit Vorwürfen konfrontiert, darunter undurchsichtige Entscheidungsprozesse und mangelnde Demokratie. Die angekündigten Reformen könnten ein erster Schritt sein, um das Vertrauen in die Organisation wiederherzustellen.
Reformen der FIFA noch nicht beschlossen
Ob die Vorschläge tatsächlich zu konkreten Änderungen führen, bleibt abzuwarten. Die FIFA-Mitglieder müssen die Pläne zunächst prüfen und gegebenenfalls umsetzen. Infantino betont jedoch, dass er weiterhin an der Spitze des Verbandes stehen werde, um die Reformen zu begleiten.