Im September 2026 verzeichnete das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland einen deutlichen Anstieg der Auftragseingänge. Besonders die Automobilindustrie und der Maschinenbau trugen zu dem Plus von 4,4 Prozent bei. Das Statistische Bundesamt veröffentlichte die vorläufigen Zahlen am Donnerstag.
Automobilbranche und Maschinenbau treiben Wachstum
Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) stieg der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe im September 2026 gegenüber dem Vormonat saison- und kalenderbereinigt um 4,4 Prozent. Ohne Großaufträge lag das Plus bei 5,1 Prozent. Im Dreimonatsvergleich (drittes gegenüber zweitem Quartal 2026) erhöhte sich der Auftragseingang um 0,2 Prozent, ohne Großaufträge um 0,1 Prozent.
Die positive Entwicklung wurde maßgeblich von der Automobilindustrie getragen, die nach einem schwächeren Sommer ein Plus von 10,5 Prozent verzeichnete. Als Gründe nannte Destatis Produktionsumstellungen und Werksferien in den Vormonaten, die zu einem niedrigen Ausgangsniveau geführt hatten. Auch der Maschinenbau legte mit 8,3 Prozent deutlich zu, unterstützt durch einen Großauftrag für Maschinenverbrennungsmotoren und Turbinen.
Rückgänge in anderen Bereichen
Nicht alle Branchen profitierten von der Entwicklung. Im Sonstigen Fahrzeugbau – dazu zählen Flugzeuge, Schiffe, Züge und Militärfahrzeuge – sank der Auftragseingang im September 2026 gegenüber dem Vormonat um 10,4 Prozent. Dieser Bereich hatte in den Monaten zuvor teils hohe Großaufträge verzeichnet.
Bei den Güterarten stiegen die Auftragseingänge für Investitionsgüter um 5,3 Prozent, für Vorleistungsgüter um 0,5 Prozent und für Konsumgüter um 14,4 Prozent. Die Auslandsaufträge legten insgesamt um 2,8 Prozent zu, wobei die Eurozone mit 4,5 Prozent stärker zulegte als Nicht-Eurozonenländer mit 1,6 Prozent. Die Inlandsaufträge erhöhten sich um 6,6 Prozent.
Umsatzentwicklung bleibt verhalten
Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe stieg im September 2026 saison- und kalenderbereinigt nur leicht um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat September 2025 lag der Umsatz kalenderbereinigt um 2,0 Prozent höher. Für August 2026 wurde der Umsatz nachträglich um 0,1 Prozent höher ausgewiesen als zunächst gemeldet.
Die Zahlen des Statistischen Bundesamts basieren auf vorläufigen Angaben und können noch revidiert werden.