Hugo-Boss-Chef Daniel Grieder sieht in der wachsenden Beteiligung der britischen Handelskette Frasers keine Gefahr für die Unternehmensstrategie. Der Konzern habe bereits 1,5 Milliarden Euro investiert und strebt eine Mehrheit an.
Einigkeit über Strategie, aber Investoreneinfluss
"Es spielt keine Rolle, wie viel Prozente Frasers am Ende hat", sagte Grieder der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Frasers habe die Beteiligung bereits auf 48 Prozent ausgebaut und signalisiere, auf über 50 Prozent zu gehen.
Über die Strategie für Hugo Boss sei man sich mit Frasers „grundsätzlich einig“. „Ein neuer Investor bringt natürlich auch seine Sicht ein.“
Bewusste Umsatzrückgänge für langfristiges Wachstum
Zugleich nehme Hugo Boss momentan "bewusst Umsatzrückgänge in Kauf", um anschließend wieder zu wachsen, erklärte Grieder. Das Unternehmen wolle weniger über Rabatte verkaufen, sondern zum vollen Preis.
Im ersten Halbjahr 2026 war der Umsatz um acht Prozent gesunken. Das einst für 2025 genannte Ziel von fünf Milliarden Euro wolle man weiter erreichen, lege sich aber nicht mehr auf einen Zeitpunkt fest. 2027 soll das Wachstum wieder einsetzen, wenn auch noch nicht stark.