Bayerns Vize-Ministerpräsident wurde leblos in Berlin-Mitte entdeckt. Ermittlungen laufen.
Der bayerische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler) ist tot. Der 55-Jährige wurde am Mittwochabend leblos in seinem Zimmer im Berliner Hotel „Neuer Fritz“ in der Friedrichstraße aufgefunden, wie die Berliner Staatsanwaltschaft bestätigte. Ein Todesermittlungsverfahren wurde eingeleitet, um die Todesursache und den Hergang zu klären sowie ein mögliches Fremdverschulden auszuschließen. Nach Informationen der B.Z. aus Ermittlerkreisen ist eine Fremdeinwirkung derzeit ausgeschlossen, während der Tagesspiegel von einem natürlichen Tod aufgrund gesundheitlicher Gründe berichtet. Die genauen Umstände bleiben jedoch vorerst unklar, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft betonte. Die konkrete Auffindesituation werde aus ermittlungstaktischen Gründen nicht preisgegeben.
Aiwangers mysteriöser Tod in Berliner Hotel
Aiwanger hatte sich am Mittwoch aus gesundheitlichen Gründen von der Eröffnung des Hauptstadtbüros der Freien Wähler in Berlin abgemeldet, wie mehrere Medien übereinstimmend berichten. Laut B.Z. ging es ihm tagsüber nicht gut, weshalb er in seinem Hotel blieb. Später sei er nicht mehr erreichbar gewesen, bevor seine Leiche entdeckt wurde. Die Morgenpost berichtet, dass sein blaues Jackett noch an einem Kleiderbügel im Zimmer hing.
Aiwanger prägte Freie Wähler über ein Jahrzehnt
Der Niederbayer war seit 2010 Bundesvorsitzender der Freien Wähler und seit 2018 bayerischer Wirtschaftsminister sowie stellvertretender Ministerpräsident. Unter seiner Führung feierten die Freien Wähler in Bayern große Erfolge, etwa bei den Kommunalwahlen im Frühjahr 2026. Der Einzug seiner Partei in den Bundestag blieb jedoch aus. Aiwanger lebte mit der Kommunalpolitikerin Tanja Schweiger zusammen und hinterlässt zwei Söhne.
Politiker trauern um Aiwanger nach Tod
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zeigte sich geschockt und bezeichnete Aiwangers Tod als „absolute Tragödie“. Auch andere Politiker wie Ilse Aigner (CSU) und Cem Özdemir (Grüne) äußerten sich bestürzt. Die Ermittlungen der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft dauern an, eine Obduktion soll die Todesursache klären.