Carsten Knobel, Chef des Dax-Konzerns Henkel, hat die Bundesregierung zu Reformen aufgerufen. Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des Unternehmens betonte er die Notwendigkeit von Wachstum und warnte vor den Folgen eines AfD-Zulaufs.
Reformen für mehr Wachstum
Knobel sagte dem Focus, man habe in Deutschland jetzt vier, fünf Jahre ohne Wachstum. "Wir haben jetzt vier, fünf Jahre ohne Wachstum, das müssen wir gemeinsam ändern".
Zugleich mahnte er, man dürfe sich nicht in unnützen Diskussionen verlieren. "Wir dürfen uns nicht schon wieder in unnützen Diskussionen verlieren, sondern müssen beschlossene Reformen auch umsetzen."
Stärken und Herausforderungen
Deutschland verfüge weiterhin über hohe Innovationsfähigkeit, Technologieführerschaft und eine gute Ausbildung, so Knobel. "Aber wir brauchen Reformen und bessere Rahmenbedingungen: verlässliche und bezahlbare Energie zum Beispiel. Auch weniger Bürokratie. Dann haben wir wieder Chancen als eine starke Volkswirtschaft, geprägt von einer gesunden Mischung mit großen Konzernen, einem starken Mittelstand und erfolgreichen Familienunternehmen".
Über den Gründer Fritz Henkel sagte er, dieser würde heute wieder in Deutschland gründen. „Wenn Fritz Henkel heute hier säße, würde er vermutlich wieder etwas entwickeln, das den Alltag der Leute besser und einfacher macht. Ein Fritz Henkel würde sich heute sehr intensiv mit KI-Themen beschäftigen, mit nachhaltigen Materialien, mit Kreislaufwirtschaft“.
Warnung vor Rechtspopulismus
Knobel warnte vor einem Zulauf zur AfD. "So entwickeln wir das Land nicht weiter. Das sollte jeder an der Wahlurne bedenken". Der Aufschwung der Rechtspopulisten gefährde den Wohlstand in Deutschland.
Er betonte, man habe jahrzehntelang von Meinungsfreiheit und Weltoffenheit profitiert. "Wir haben in Deutschland über Jahrzehnte alle profitiert von Meinungsfreiheit und Weltoffenheit. Diese Werte sollten wir uns bewahren. Wenn eine Partei den Austritt aus dem Euro, den Abbau von Windrädern und ähnliches fordert, kann das nicht im Interesse einer langfristig wachstumsorientierten Wirtschaft sein".
Kommentare zu diesem Artikel:
- Herrn Knobel kann man nur vollumfänglich zustimmen. Insbesondere der letzte Absatz sollte den ostdeutschen Wählern von Adolfs Fake Demokraten (AFD) zu denken geben., da er neben EU-Austritt und Euro-Abschaffung einige der gravierendsten Katastrofen beschreibt.
- Herrn Knobel kann man nur vollumfänglich zustimmen. Insbesondere der letzte Absatz sollte den ostdeutschen Wählern von Adolfs Fake Demokraten (AFD) zu denken geben., da er neben EU-Austritt und Euro-Abschaffung einige der gravierendsten Katastrofen beschreibt.