Nach friedlichen Demos eskaliert die Lage: Plünderungen, Angriffe auf Polizei.
Nach einer zunächst friedlichen Demonstration junger Menschen ist die Frankfurter Innenstadt am Samstagabend eskaliert. Tausende hatten sich zuvor für Bildung, soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz versammelt, wie die hessenschau berichtet. Doch mit Einbruch der Dunkelheit kippte die Stimmung: Randalierer griffen Polizisten an, schlugen Schaufensterscheiben ein und plünderten Geschäfte, darunter auch ein Waffengeschäft. Die Polizei nahm über 50 Personen fest, wie der Frankfurter Rundschau zu entnehmen ist.
Schwere Verletzung durch Steinwurf in Frankfurt
Mehr als 100 Beamte wurden verletzt, einer davon schwer – ein Steinwurf schlug ihm Zähne aus. Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) sprach von einer „neuen Dimension der Gewalt“ und betonte, die Tätergruppe sei „überwiegend migrantisch geprägt“ gewesen. Er kündigte eine Sonderkommission und konsequente Strafverfolgung an.
Politiker fordern harte Strafen für Gewalttäter
Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef zeigte sich schockiert und forderte, die Täter müssten „mit der ganzen Konsequenz des Rechtsstaates zur Verantwortung gezogen werden“. Die Ausschreitungen überschatteten die eigentlichen Anliegen der Demonstranten, die friedlich für ihre Forderungen auf die Straße gegangen waren. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) verurteilte die Gewalt und lobte das Vorgehen der Polizei als „hochprofessionell und deeskalierend“. Er sah vor allem „gewaltbereite linke Gruppen“ und „migrantische Chaoten“ als Urheber der Ausschreitungen, wie die Welt berichtet.
AfD kritisiert Landesregierung nach Ausschreitungen
Die AfD warf der Landesregierung unterdessen Versagen vor und forderte eine stärkere Auseinandersetzung mit Linksextremismus und migrantischer Gewalt. Während die Aufräumarbeiten in der Innenstadt liefen, betonten freiwillige Helfer, die Gewalt stehe nicht für Frankfurt. Die Debatte über die Ursachen und Konsequenzen der Krawalle wird voraussichtlich noch anhalten.