Nach den US-Zwischenwahlen 2026 rechnet der deutsche Staatsminister Florian Hahn (CSU) nicht mit einer grundlegenden Wende in der amerikanischen Unterstützung für die Ukraine. Deutschland kündigte weitere Hilfen in Höhe von 200 Millionen Euro an und betonte die Kontinuität seiner eigenen Politik.
Keine grundlegende Kursänderung erwartet
Staatsminister Florian Hahn (CSU) geht davon aus, dass die US-Zwischenwahlen 2026 für die deutsche Außenpolitik kaum Auswirkungen haben werden. "Diese Zwischenwahlen werden für Deutschland wahrscheinlich nicht viel bedeuten", erklärte er gegenüber dem Magazin *Politico*. Die Befugnisse des US-Präsidenten in der Außen- und Sicherheitspolitik seien so weitreichend, dass eine grundlegende Änderung der Ukraine-Politik unwahrscheinlich sei. "Der Präsident der Vereinigten Staaten ist nicht wirklich vorhersehbar."
Trotz der politischen Unsicherheiten in den USA zeigte sich Hahn überzeugt, dass die Unterstützung für die Ukraine stabil bleiben werde. "Wir sind fest davon überzeugt, dass sich die Dinge in Bezug auf die Ukraine nicht dramatisch ändern werden". Deutschland werde seinen bisherigen Kurs fortsetzen und die Ukraine weiterhin im eigenen Sicherheitsinteresse unterstützen. "Der deutsche Kurs besteht in erster Linie darin, die Ukraine im Interesse unserer eigenen Sicherheit so weit wie möglich zu unterstützen."
Weitere Hilfen angekündigt
Mit Blick auf den kommenden Winter kündigte Hahn zusätzliche deutsche Hilfen an. Bereits bisher habe Deutschland "allein in die ukrainische Infrastruktur über 44 Milliarden Euro investiert". Nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Berlin seien nun weitere 200 Millionen Euro in Aussicht gestellt worden. “Die Ukraine hat uns immer noch auf ihrer Seite”.