Die Bundestagsfraktion der Grünen will Vermögen ab 500 Millionen Euro mit einer linear-progressiven Abgabe besteuern. Der Steuersatz soll bei zwei Prozent beginnen und bis auf vier Prozent steigen. Betroffen wären nur wenige Haushalte.
Steuersätze und betroffene Haushalte
Ab einem Nettovermögen von 500 Millionen Euro soll ein Steuersatz von zwei Prozent gelten. Dieser steigt schrittweise an und erreicht bei einer Milliarde Euro drei Prozent sowie ab zehn Milliarden Euro den Höchstwert von vier Prozent.
Laut Schätzungen der Partei wären nur „wenige Hundert“ Haushalte betroffen – das entspricht den reichsten 0,0007 Prozent der Bundesbürger.
Begründung und geschätzte Einnahmen
Die Grünen begründen den Vorschlag damit, dass Wohlhabende durch ein sozial gerechtes Steuersystem einen höheren Beitrag zur Finanzierung der Staatsausgaben leisten sollen. Die betroffene Gruppe sei steuerlich im Vergleich mit Durchschnittsverdienern privilegiert.
Über das Dokument mit dem Titel „Extremvermögen fairer beteiligen“, berichtet die „Zeit“. „In Deutschland zahlt der Milliardär, dem die ganze Supermarktkette gehört, weniger Steuern und Abgaben als die Frau an der Kasse. Das ist nicht gerecht“, sagte Karoline Otte, Finanzausschuss-Mitglied der Grünen und Mitverfasserin des Antrags.
Antrag und parteiinterne Vorbereitung
Nach parteiinternen Berechnungen würden durch die neue Steuer etwa 20 Milliarden Euro an zusätzlichen staatlichen Einnahmen anfallen.
Die Grünen haben den Vorschlag über mehrere Monate parteiintern ausgearbeitet und abgestimmt.