Die Grüne Jugend ruft bundesweit zu Demonstrationen der Generation Z am Wochenende auf. Co-Bundessprecherin Henriette Held begründet den Schritt mit sozialen Missständen wie Wohnungsnot und hohen Lebenshaltungskosten. Sorgen vor Gewalt weist sie zurück.
Proteste gegen soziale Ungleichheit
Die Grüne Jugend hat zur Teilnahme an den für das kommende Wochenende geplanten Gen-Z-Protesten aufgerufen. "Wir rufen dazu auf, weil wir es als extrem wichtig empfinden, uns als Teil einer jungen Generation zu begreifen, die dann auf die Straße geht, wenn sie mit so vielem, was im Status quo schiefläuft, unzufrieden ist", erklärte Henriette Held, Co-Bundessprecherin der Jugendorganisation, gegenüber der Zeitung "Welt".
Ihre Generation stehe vor existenziellen Herausforderungen: Bezahlbarer Wohnraum sei kaum zu finden, der wöchentliche Einkauf werde zur finanziellen Belastung, und die Angst vor der nächsten Stromrechnung wachse. Diese Probleme seien für viele junge Menschen in Deutschland Realität.
Held weist Eskalationsbefürchtungen zurück
Die von der Bundesschülerkonferenz geäußerten Sorgen vor einer Eskalation der Proteste wies Held entschieden zurück. Der klare Konsens unter dem Motto "Gen Z regelt" sei, dass die Demonstrationen friedlich verlaufen sollen.
Sie kritisierte, dass bereits im Vorfeld über mögliche "Gewalt und Vereinnahmung" spekuliert werde. Diese Debatte, die sich an den Protesten französischer Jugendlicher orientiere, sei ihrer Ansicht nach "rechter Hetze geprägt".