Die Berliner Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) schließt eine Kandidatur für den Bundesvorsitz ihrer Partei nicht aus. Gegenüber dem Magazin Focus betonte sie jedoch, dass das Thema aktuell nicht zur Debatte stehe. Die SPD wählt im Januar 2027 einen neuen Vorsitzenden.
Giffey plädiert für Trennung von Amt und Vorsitz
Franziska Giffey hat sich dafür ausgesprochen, dass niemand, der ein Regierungsamt innehat, gleichzeitig den Parteivorsitz der SPD übernehmen sollte. "Ich wünsche mir, dass wir die Last ein bisschen verteilen", erklärte sie in dem Interview. Damit bezog sie sich indirekt auf die aktuelle Situation von Lars Klingbeil, der als Bundesfinanzminister und Vizekanzler derzeit alleiniger SPD-Vorsitzender ist.
Klingbeil führt die Partei seit dem Rücktritt von Bärbel Bas im Oktober 2026 kommissarisch. Die SPD steht vor der Frage, wie sie die Doppelbelastung von Regierungsverantwortung und Parteiführung künftig gestalten will.
Parteitag im Januar 2027 entscheidet
Auf die Frage nach einer möglichen Kandidatur für den SPD-Vorsitz antwortete Giffey ausweichend. "Im Moment kann ich dazu nichts sagen. Das ist etwas, was gerade nicht zur Debatte steht", sagte sie dem Magazin "Focus". Damit ließ sie offen, ob sie selbst antreten wird.
Der Bundesparteitag der SPD findet am 16. und 17. Januar 2027 statt. Noch ist unklar, wer neben Giffey für den Posten kandidieren könnte. Die Partei sucht nach einer Lösung, um die Führungsspitze neu zu besetzen.