Die deutschen Gemeinden haben 2025 mit 76,4 Milliarden Euro so viel Gewerbesteuer eingenommen wie nie zuvor. Gegenüber dem Vorjahr stieg das Aufkommen um 1,5 Prozent. Die Realsteuereinnahmen insgesamt kletterten auf 92,5 Milliarden Euro.
Rekord bei Gewerbesteuer, Grundsteuern stabil
Das Statistische Bundesamt (Destatis) meldet für 2025 einen neuen Höchststand bei den Gewerbesteuereinnahmen. Nach dem Corona-Einbruch 2020 hatten die Gemeinden bereits in den Jahren 2021 bis 2024 jeweils neue Rekordwerte erreicht. 2025 setzte sich dieser Trend fort.
Besonders stark stiegen die Einnahmen in Schleswig-Holstein und im Saarland (jeweils +13,0 Prozent) sowie in Hamburg (+11,1 Prozent). In elf von 16 Bundesländern gab es Zuwächse. Rückgänge verzeichneten Bremen (-12,0 Prozent), Baden-Württemberg (-7,2 Prozent), Sachsen (-6,9 Prozent), Brandenburg (-6,8 Prozent) und Rheinland-Pfalz (-4,7 Prozent).
Grundsteuern: A sinkt, B steigt leicht
Die Einnahmen aus der Grundsteuer A, die auf land- und forstwirtschaftliche Betriebe erhoben wird, sanken um 19,6 Prozent auf 0,3 Milliarden Euro. Die Grundsteuer B für Grundstücke außerhalb der Landwirtschaft brachte 15,8 Milliarden Euro ein (+0,7 Prozent). Die Grundsteuer C auf unbebaute baureife Grundstücke spielte mit 5,8 Millionen Euro kaum eine Rolle. Insgesamt blieb das Grundsteueraufkommen bei 16,1 Milliarden Euro unverändert.
Die von den Gemeinden festgesetzten Hebesätze bestimmen maßgeblich die Höhe der Realsteuereinnahmen. 2025 lag der durchschnittliche Gewerbesteuer-Hebesatz bei 410 Prozent – ein Prozentpunkt mehr als 2024. Bei der Grundsteuer A stieg der Durchschnittswert um 15 Prozentpunkte auf 377 Prozent.