Hunderte trauern im Marstallzelt um Opfer am Fahrgeschäft
Im Marstallzelt auf dem Münchner Oktoberfest haben am Donnerstagvormittag Hunderte Menschen eines tödlich verunglückten Mitarbeiters gedacht. Der ökumenische Schaustellergottesdienst stand im Zeichen des 52-jährigen Mannes, der am Montagabend an einem Fahrgeschäft sein Leben verlor. Wie die Süddeutsche Zeitung und upday berichten, herrschte während der Andacht stilles Gedenken. Pfarrer Sascha Ellinghaus betonte, seit Montag liege ein Schatten über der Wiesn und der Tod erfülle die Festfreude mit tiefer Trauer. Er rief dazu auf, achtsam mit jenen umzugehen, für die das Fest nun mit Schmerz verbunden sei. Die Circus- und Schaustellerseelsorge feierte bei dem Gottesdienst zugleich ihr 70-jähriges Bestehen.
Sicherheitsmitarbeiter stirbt durch Gondel-Unfall
Der Unfall ereignete sich am Montag gegen 21.50 Uhr am Fahrgeschäft „Hangover“, einem 85 Meter hohen Freifallturm. Der aus Serbien stammende Sicherheitsmitarbeiter wurde von der herabfahrenden Gondel getroffen und eingeklemmt. Trotz sofortiger Reanimation erlag er im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Nach Angaben der Münchner Kriminalpolizei handelt es sich um ein Unfallgeschehen, wie upday unter Berufung auf Polizeisprecher Thomas Schelshorn berichtet. Der Mann habe sich mutmaßlich in einem Sicherheitsbereich aufgehalten, den er nicht hätte betreten dürfen. Hinweise auf einen technischen Mangel fanden sich nach Angaben des Betreibers nicht. Das städtische Ordnungsamt gab den Freifallturm nach einer Überprüfung am Dienstagnachmittag wieder für den regulären Fahrbetrieb frei.
Oktoberfest-Gottesdienst gedenkt Unfallopfer
Die Abendzeitung München bestätigt, dass der Gottesdienst traditionell für Schaustellerfamilien, Festwirte und Marktkaufleute abgehalten wird, aber auch andere Gäste eingeladen sind. Weihbischof Matthias König erinnerte während der Feier daran, dass das Oktoberfest trotz des tragischen Vorfalls auch ein Fest der Freude bleibe, wie die Süddeutsche Zeitung schreibt. Gegen Ende des Gottesdienstes wurde des Verstorbenen in einer Gedenkminute gedacht.