Das norwegische Nobelkomitee hat den Friedensnobelpreis 2026 an die südafrikanische Juristin Navanethem "Navi" Pillay verliehen. Die Bekanntgabe erfolgte am Freitag in Oslo. Pillay war unter anderem Richterin am Internationalen Strafgerichtshof und UN-Menschenrechtskommissarin.
Lebensstation und Karriere
Pillay, die aus Südafrika stammt, war von 2003 bis 2008 Richterin am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Zudem ist sie weiterhin als Ad-hoc-Richterin in der Rechtssache Gambia gegen Myanmar vorgesehen. Von 2008 bis 2014 leitete sie als Hohe Kommissarin die Menschenrechtsabteilung der Vereinten Nationen.
Schon 1967 schrieb sie Geschichte: Während der Apartheid eröffnete sie in der südafrikanischen Provinz Natal als erste nichtweiße Frau eine eigene Anwaltskanzlei, weil sie aufgrund ihrer Hautfarbe in bestehenden Büros keine Anstellung fand. In den 1990er-Jahren wirkte sie als Richterin am Internationalen Strafgerichtshof für Ruanda.
Dotierung und Vorjahrespreisträgerin
Der Friedensnobelpreis ist mit umgerechnet etwa einer Million Euro dotiert. Im Vorjahr erhielt die Auszeichnung Maria Corina Machado aus Venezuela.