Schuss ging versehentlich nach vorne – keine Verletzungen
Zum traditionellen Abschluss des Münchner Oktoberfests kam es am Sonntag zu einem ungewöhnlichen Vorfall. Beim Böllerschießen unterhalb der Bavaria löste sich versehentlich ein Schuss, der nicht wie üblich nach oben, sondern nach vorne ging. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, ist auf einem Video zu sehen, wie einer der Schüsse in Richtung der Zuschauer abging. Kommandant Werner Waschbichler bestätigte gegenüber der dpa, dass es sich um einen Fehlschuss gehandelt habe. „Aufgrund der vorgegebenen Sicherheitsabstände ist nichts passiert“, sagte er. Die genauen Ursachen des Vorfalls sind noch unklar, das Kreisverwaltungsreferat hat die Untersuchungen aufgenommen.
Böllerschießen beendet Wiesn mit Tradition
Das Böllerschießen ist ein fester Bestandteil des Oktoberfest-Finales. Rund 60 Schützen in bayerischer Tracht versammeln sich dabei auf den Stufen unterhalb der Bavaria, um mit Salutschüssen, Schwarzpulver und weißem Rauch das Volksfest zu verabschieden. Begleitet wird das Ritual von Blasmusik und der Bayernhymne, bevor die Gewinner des Oktoberfest-Landesschießens geehrt werden. Die Süddeutsche Zeitung beschreibt das Böllerschießen als ein Ritual, das traditionell um Punkt zwölf Uhr stattfindet und das große Finale der Wiesn markiert.
Rekordbesuch trotz neuer Sicherheitskonzepte
Während der diesjährigen Wiesn gab es laut Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) keine kritischen Überfüllungs-Situationen, obwohl mit 7,4 Millionen Besuchern ein neuer Rekord verzeichnet wurde. Krause bezeichnete das Oktoberfest 2026 als „Bilderbuch-Wiesn“ und lobte das neue Sicherheitskonzept. Dennoch kam es zu einigen Vorfällen, darunter ein Reizgasangriff am Samstagabend, bei dem drei Personen leicht verletzt wurden. Die Polizei sucht weiterhin nach dem Täter.