Gasleck als Ursache vermutet – Bergungsarbeiten in Plaka laufen
Eine schwere Explosion hat am Freitagmorgen die Athener Altstadt erschüttert. Im historischen Viertel Plaka stürzte ein Wohnhaus teilweise ein, wobei zwei Menschen in den Trümmern den Tod fanden. Wie der Sender ERTNews unter Berufung auf die Feuerwehr berichtete, handelt es sich bei den Opfern um einen Mann und eine Frau, deren Identität noch nicht offiziell bestätigt wurde. Vier weitere Personen werden noch vermisst, darunter vermutlich ein älteres griechisches Ehepaar sowie vier US-Touristen, die eine Ferienwohnung im Gebäude gemietet hatten. Die griechische Nachrichtenagentur ANA bestätigte, dass die Vermissten aus den USA, Großbritannien und Griechenland stammen könnten.
Explosion zerstört antikes Tor in Athen
Die Explosion ereignete sich gegen 7.30 Uhr in der Nähe des Hadrianstors, einem der wichtigsten Bauwerke aus der römischen Zeit. Anwohner berichteten von einem lauten Knall und einer weithin sichtbaren Rauchwolke, wie der Spiegel und n-tv übereinstimmend melden. Fensterscheiben in der Umgebung zersprangen, mehrere Autos wurden durch Trümmer beschädigt. Ein Passant erlitt leichte Verletzungen durch herumfliegende Teile, zwei Frauen aus einem Nachbargebäude wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.
Gasleck als Ursache für Explosion vermutet
Als mögliche Ursache wird ein Gasleck vermutet. Der stellvertretende Bürgermeister Athens äußerte gegenüber ERTNews den Verdacht, dass undichte Gasleitungen die Detonation ausgelöst haben könnten. Anwohner wollen bereits vor dem Unglück Gasgeruch wahrgenommen haben, wie die FAZ berichtet. Die Bergungsarbeiten gestalten sich schwierig, da einsturzgefährdete Mauern und benachbarte Gebäude die Einsatzkräfte behindern. Die Feuerwehr war mit mehreren Fahrzeugen und Spürhunden im Einsatz, um die Vermissten zu finden.
Plaka-Viertel nach Explosion in Gefahr
Das betroffene Viertel Plaka ist bei Touristen besonders beliebt und liegt direkt unterhalb der Akropolis. Die Explosion ereignete sich zu einer Zeit, in der die Gassen noch wenig belebt waren. Athens Bürgermeister Haris Doukas sprach von einer „unglaublichen Katastrophe“ und kündigte an, die Schäden in der gesamten Straße sowie in der Hinterstraße zu prüfen. Ob umliegende Gebäude abgerissen werden müssen, wird derzeit untersucht.