CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers bekräftigt seine Gesprächsbereitschaft mit SPD und Grünen in Berlin. Eine offizielle Einladung zu Koalitionsgesprächen lehnt er jedoch vorerst ab. Er kritisiert zudem nachträgliche Änderungen der Linken an Sondierungsbedingungen.
Evers signalisiert Offenheit, aber ohne Erfolgsaussicht
Eine offizielle Einladung zu Koalitionsgesprächen lehnt er vorerst ab, wie er dem Nachrichtensender "Welt", sagte.
Evers betont, er spreche regelmäßig mit den Spitzen von Grünen und SPD. "Ich spreche sehr regelmäßig mit den Spitzen von Grünen, von SPD. Ich mache deutlich, unsere Hand ist ausgestreckt, unsere Tür steht offen. Sobald ich das Signal bekomme, dass man bereit ist, darüber nachzudenken, auch ein solches Bündnis zu bilden, sobald treten wir auch in Gespräche ein".
Evers lehnt Gespräche ohne Perspektive ab
Auf eine Einladung ohne erkennbare Erfolgsaussichten wolle er sich nicht einlassen. Er werde sich nicht aufdrängen und nehme das Wahlergebnis ernst, so Evers. Die Linke sei klar stärkste Kraft. Die Grünen hätten zudem erklärt, sie wollten auf jeden Fall mit der Linkspartei eine klare Koalition eingehen. Wenn das so bleibe, werde er nicht derjenige sein, der parallel über etwas rede, was zu keinem Ergebnis führe.
Besonders scharf kritisierte Evers die jüngsten Beschlüsse der Berliner Linksfraktion. So seien zuvor vereinbarte Bedingungen für die Sondierungsgespräche nachträglich abgeschwächt worden. „Man hat ein Papier gefasst, in dem die Stärkung von Polizei und Verfassungsschutz nicht mehr auftaucht, in dem eine ganz andere Antisemitismusdefinition gewählt wurde.“ Die Linke habe also den Konsens schon wieder aufgekündigt, bevor man überhaupt in die Sondierung eingestiegen ist, so Evers.