Antifa-Demo eskaliert – Beamte bei Flaggenverbrennung angegriffen
Am Rande der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Bremen ist es am Samstagnachmittag zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen. Wie die Polizei mitteilte, wurden vier Beamte leicht verletzt, als sie bei einer Demonstration eingriffen. Auslöser war die Verbrennung einer Deutschlandflagge durch Teilnehmer, wie der Polizeisprecher bestätigte. Als die Einsatzkräfte Personalien feststellen wollten, seien sie mit Fahnenstangen und anderen Gegenständen angegriffen worden. Mehrere Personen kamen in Gewahrsam, die Versammlung wurde aufgelöst. Die Demonstration war von der kommunistischen Gruppe „Roter Bund“ unter dem Motto „gegen Militarismus und Kriegstreiberei“ angemeldet worden, wie butenunbinnen.de berichtet.
Antifa-Demo in Bremen eskaliert mit Angriffen
Ebenfalls in Bremen fand eine Antifa-Demonstration mit deutlich mehr Teilnehmern als angemeldet statt. Die „Basisgruppe Antifaschismus Bremen“ hatte unter dem Titel „Kein Frieden mit der Nation!“ zu einer Kundgebung aufgerufen, an der laut Veranstaltern rund 1000 Menschen teilnahmen. Die Polizei sprach von etwa 700 Teilnehmern. Während des Zuges durch die Innenstadt und die Neustadt seien einzelne Bengalos und Böller gezündet worden, wie die Welt berichtet. Erst am Abend eskalierte die Lage am Sielwall, als sich eine Gruppe auf einer Straßenkreuzung versammelte und Einsatzkräfte mit Steinen, Flaschen und Pyrotechnik beworfen wurden. Dabei wurde ein Polizist verletzt und musste ärztlich behandelt werden.
Bremen feiert Einheit mit Fantastischen Vier
Die zentrale Einheitsfeier in Bremen stand in diesem Jahr unter dem Motto „Viele Stärken – ein Land“. Neben politischen Reden und einem Festakt gab es Konzerte, darunter ein Auftritt der Band „Die Fantastischen Vier“ auf dem Domshof, wie butenunbinnen.de in einem Liveticker dokumentierte. Die Feierlichkeiten endeten mit einer Lichtshow an der Weser. Parallel zu den offiziellen Veranstaltungen fanden mehrere Demonstrationen statt, darunter auch Proteste gegen Nationalismus und Militarisierung.
Polizei warnt vor Straftaten bei Demonstrationen
Die Bremer Innenbehörde hatte im Vorfeld betont, dass Demonstrationen grundsätzlich erlaubt seien, solange die öffentliche Sicherheit nicht gefährdet werde. Ein Polizeisprecher hatte angekündigt, bei Störungen oder Straftaten konsequent einzugreifen. Die Einsatzkräfte seien auf mögliche Konflikte vorbereitet gewesen und hätten die Lage aufmerksam beobachtet.